Wissenschaftliche Fachtagung, 07.-09.10.2021

Das Haustier wird oft Familienmitgliedern gleichgestellt und bildet mit seiner Bezugsperson eine enge Gemeinschaft über Jahre hinweg. Für viele alleinstehende ältere Menschen ist das Haustier ein zentraler Resilienzfaktor. Eine große Anzahl möchte darum auch über den Tod hinaus die Verbundenheit mit dem geliebten tierischen Gefährten zum Ausdruck bringen.

Inzwischen gibt es in Deutschland Möglichkeiten, Mensch und Tier gemeinsam auf einem Friedhof in einem gemeinsamen Urnengrab bestatten zu lassen. Laut einer EMNID-Umfrage von 2016 befürwortet immerhin knapp die Hälfte (49%) der Befragten gemeinsame Gräber für Tiere und Menschen. Die Fa. Mevisto (Österreich) bietet sogar an, das Gemisch aus humaner und tierischer Kremierungsasche zu einem Rubin zu transformieren. Der bekannteste historische Beleg für das postmortale Miteinander von Mensch und Tier ist das Grab Friedrichs des Großen, der schon zu Lebzeiten entschied, seine Hunde ebenfalls im Bereich seiner Gruft zu bestatten.

Auf dieser Tagung soll die Problematik von Mensch-Tier-Bestattungen in interdisziplinärer Weite und im Kontext der Human-Animal-Studies diskutiert werden.

Wissenschaftliche Fachtagung, 07.-09.10.2021
Universität Rostock, Theologische Fakultät
Teilnahme: kostenfrei
Anmeldung: jakob.kuehn@uni-rostock.de

Infos: www.bestattungskultur.uni-rostock.de