„Danke, wir sterben nicht!“

Unter diesem Projektmotto haben sich im Herbst 2019 rund 500 Jugendliche an 13 Schulen im Ruhrgebiet unter Leitung des „Teams Zirkel“ aus Münster über zwei Monate hinweg mit Fragen rund um Sterben, Tod und Trauer auseinandergesetzt. Dabei kamen die Schülerinnen und Schüler mit Bestattern, Ärzten oder Pflegekräften ins Gespräch und erhielten Einblicke in deren Berufsalltag. Im Unterricht und auf Exkursionen tauschten die Jugendlichen außerdem eigene Erfahrungen und Gedanken aus. Damit setzten sie auch einen Kontrapunkt gegen unsere oftmals nur in den Moment hinein lebende Gesellschaft, die „Danke, wir sterben nicht!“ zu ihrem Leitmotiv erhoben zu haben scheint.

Die Fragen, mit denen sich die teilnehmenden Klassen beschäftigt haben, sind letztlich zeitlos und existentiell. Wie gehen wir als Individuen und als Gesellschaft mit dem Tod um? Wie sterben und trauern wir heute – und wie wollen wir in Zukunft sterben und trauern? Inwiefern braucht Trauer Raum? Und was lehrt uns die Auseinandersetzung mit diesen Fragen über unser heutiges und vielleicht auch über unser zukünftiges gesellschaftliches Zusammenleben?

Im Laufe des Projekts sind auch eine ganze Reihe von Beiträgen der Schülerinnen und Schüler entstanden, die der Fachverlag des deutschen Bestattungsgewerbes unter dem treffenden Titel „Wir sterben leider doch!“ in Buchform veröffentlicht hat.

© Fotos: Team Zirkel/Gabriele Felder

Fachbeiträge:

Gerd Felder: „Wir sterben eben leider doch!“ Schulprojekt im Ruhrgebiet setzt ein Signal gegen die Leugnung des Todes, in: bestattungskultur 1 (2020), S. 52-54.

Presseberichte:

https://www.waz.de/staedte/muelheim/muelheimer-jugendliche-beschaeftigen-sich-mit-sterben-und-tod-id227694749.html (19.11.2019)

https://www.lokalkompass.de/muelheim/c-kultur/ich-hatte-noch-nie-so-richtig-darueber-nachgedacht_a1256106 (26.11.2019)

Das Buch zum Projekt: KLICK!