Aktueller Hinweis: Aufgrund des anhaltenden Pandemiegeschehens sind die geplanten Veranstaltungswochen um ein Jahr in den Juli 2022 verschoben worden.

Anfang Juli 2022 plant das katholische Dekanat Maifeld-Untermosel ein größeres Kunst- und Kulturprojekt mit mehreren Veranstaltungen auf der Basis der „Letzten Inszenierung“ des Künstlers Thomas Brenner aus Kaiserslautern. Brenner hängt dazu im öffentlichen Raum unterschiedliche große Kunstphotos, versehen mit Worten oder Sätzen zum Nachdenken, aus und stellt große Schreibtafeln auf zum Thema „Wenn ich sterbe, möchte ich…“.

Beides fand bei früheren Veranstaltungen in verschiedenen Städten ein großes Echo, die Tafeln waren schnell vollgeschrieben, wurden fotografiert und täglich abgewischt.*

Nun hat auch ein Arbeitskreis des Dekanats Maifeld-Untermosel sich der Idee angenommen und will sie im ländlichen Raum umsetzen, flankiert von mehreren Gesprächskreisen, Kunstprojekten, Workshops und Ausstellungen.

Dabei wurde bewusst der Sommer als Termin gewählt, eine Zeit, in der das Leben pulsiert, während die Kunstphotos von Thomas Brenner deutlich sichtbar im Straßenbild die Menschen mit der Idee des Todes konfrontieren, der Tatsache des Sterblichseins, und zum Nachdenken anregen. In zahlreichen Veranstaltungen wird das Thema vertieft werden, ob im Kindergarten, in Schulen, auf Marktplätzen oder in Altenheimen.

Der Arbeitskreis ist davon überzeugt, dass sich diese Auseinandersetzung lohnt und dass sie das eigene Leben bereichern und wertvoll machen kann.

Da bei all dem oft eine Sprachlosigkeit und Ungreifbarkeit herrscht, kommt der Kunst und dem künstlerischen Ausdruck eine große Bedeutung zu, und da spielen Friedhöfe eine große Rolle.

Sie sind voll von Zeugnissen, wie Menschen sich dem Tod stellen mussten und wie sie schließlich eine Antwort gefunden haben und diese ausdrücken konnten, oft weit jenseits von dem, was Verstand und Logik zu leisten vermögen.

So werden auch mehrere Veranstaltungen auf dem Friedhof stattfinden. Kinder werden ihn im Rahmen der Kinderkirche erkunden, Erwachsene werden mit Kindergräbern und deren Gestaltung konfrontiert. Es wird neben Friedhofsführungen und dem Austausch über die Darstellungen im Wandel der Zeiten auch Begegnungsmöglichkeiten wie „Kaffeewagen auf dem Friedhof“ geben, sowie Bildhauerseminare und Kunstseminare von ausgebildeten Künstler*innen und Kunstpädagog*innen und eine Friedhofslesung mit Musik.

Weitere Informationen bei Pastoralreferent Ansgar Feld (ansgar.feld@bistum-trier.de; 0171 – 57 93 195). Im Laufe der nächsten Zeit wird eine Homepage sowie ein Flyer mit Programm erstellt werden. Neuigkeiten und Links veröffentlichen wir zeitnah an dieser Stelle.

 

*Auch die Stiftung Deutsche Bestattungskultur hat 2013/2014 bereits einmal mit Thomas Brenner zusammengearbeitet und die Realisierung von Installationen im öffentlichen Raum unterstützt.