Die Unschuld des Todes ist ein szenischer Kurzfilm der Filmakademie Baden-Württemberg
und wurde im April 2021 in Ludwigsburg und Umgebung gedreht. Aktuell befinden wir uns in
der Postproduktion.

Wir erzählen darin die Geschichte des zwölfjährigen Haljan, der in die Fußstapfen seiner
Mutter treten und der Tod werden muss, obwohl er dieser Bestimmung gerne entgehen
würde. Durch die gleichaltrige Zoë, die voller Lebenslust steckt, lernt er sein Schicksal zu
begreifen und zu akzeptieren. Obwohl es bedeutet, dass er seine einzige Freundin in den Tod
begleiten muss.

Wir wollen mit unserem Film zeigen, dass der Tod nicht das Gegenteil vom Leben ist,
sondern ein Teil davon. Dadurch, dass wir permanent versuchen, den Tod aus dem täglichen
Leben zu exkludieren, trifft es uns umso mehr, wenn wir auf einmal damit konfrontiert
werden. Für uns ist der Tod ein Motivator, der uns dazu bringt, viel bewusster zu leben und
für jeden Moment dankbar zu sein.

Der Dreh war für Cast und Crew eine emotionale Achterbahnfahrt. Wir alle haben gelernt,
dass es doch gar nicht so einfach ist über den Tod zu sprechen, aber auch gleichzeitig wie
wichtig dieses Thema ist. Spezieller Dank gilt dabei vor allem unseren
Hauptdarsteller:innen Louis (Haljan) und Elida (Zoë). Die beiden Dreizehnjährigen haben sich
sehr intensiv und ernsthaft mit ihren Rollen auseinandergesetzt, aber es gleichzeitig auch
geschafft, eine Leichtigkeit und Natürlichkeit durch ihr Spiel hineinzubringen, welche die
Zuschauer:innen emotional sehr stark berühren wird.

Die Thematik und der Austausch über persönliche Erfahrungen haben unser Team
zusammengeschweißt. Es war eine unglaublich fruchtbare Erfahrung, die uns allen bewusst
gemacht hat, wie begrenzt unsere Zeit ist und dass jede:r Einzelne von uns das Beste für sich
daraus machen sollte.

Drehbuch: Tetiana Trofusha 

Regie: Olga Müller

Kamera: Clara Tille Berger 

Produktion: Sophie Tolkien 

 

Für die beiden Fotos im Freien gilt © Raphael Federer; für das andere Foto gilt © Luca Merkle