Ausstellung in Kooperation mit der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf 24.April-05. Juli 2021

Das Leben stammt aus dem Meer. Gleichzeitig aber war die See auch ein gefährlicher Ort, dem viele Leben zum Opfer fielen. Stürme und Schiffbruch sind untrennbar mit der Schifffahrt verbunden und kosteten unzählige Menschen das Leben. Seekriege wurden mit äußerster Brutalität geführt. Die Arbeit an Bord der Schiffe zählte zu den gefährlichsten Berufen. Unfälle, Meutereien und Überfälle gingen einher mit Mangelernährung und fehlender Hygiene. Skorbut, Durchfallerkrankungen und Fieber gehörten zu den häufigsten Krankheiten auf See. Aber auch an Land war man nicht in Sicherheit vor den Gefahren des Meeres. Sturmfluten und Tsunamis bedrohten die Bevölkerung der Küstenregionen. Epidemien wurden über die Schifffahrtswege in die Hafenstädte eingeschleppt und verbreiteten sich von dort aus ins Hinterland. Und heute ist der maritime Lebensraum selbst bedroht: Erwärmung, Verschmutzung, etc.

Die Ambiguität zwischen Faszination und Schrecken, Abenteuer und Desaster im Verhältnis von Mensch und Meer fand ihren Niederschlag auch in der Literatur und bildenden Kunst. Anlass genug für eine internationale Arbeitstagung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (24. bis 26. April 2021), die ausgewählte Aspekte dieses Wechselverhältnisses in kultur-, wirtschafts- und medizinhistorischer Perspektive diskutiert – und für eine korresondierende Ausstellung mit Arbeiten aus der Grafiksammlung ‚Mensch und Tod‘ der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

https://www.uniklinik-duesseldorf.de/patienten-besucher/klinikeninstitutezentren/institut-fuer-geschichte-theorie-und-ethik-der-medizin/bibliothek-sammlungen/mensch-und-tod

Kontakt:

Prof. Dr. Jörg Vögele, Luisa Rittershaus M.A. und Sarah Boudaroui

Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

joerg.voegele@uni-duesseldorf.de