THRESHOLDS – Performancefestival auf dem Golzheimer Friedhof

Friedhöfe sind historische Zeugnisse stadtplanerischer Entwicklungen und bei aller kunsthistorisch relevanten Formensprache zugleich mit einer Aura des Tabus behaftet. Denn immer noch sind der Tod und mehr noch das Sterben weitestgehend gesellschaftlich ausgeklammert. Erst langsam beginnt ein Umdenken. Durch den Einfluss zahlreicher Kulturen und wachsenden technischen Fortschritt entwickeln sich zunehmend unterschiedliche Formen von Trauerriten und differenzierte Bedürfnisse werden offenbar. Zwischen Tradition, Aufklärung und finanziellem Pragmatismus ist der Umgang mit Trauer zwar kulturell kodiert, vor allem jedoch ist er individuell geprägt. Damit bleiben Art, Dauer, Länge und Umgang mit dem Verlust einzigartig. 

Das Performancefestival THRESHOLDS, was in der deutschen Übersetzung ‚(Tür-) Schwellen‘ bedeutet, reflektierte durch acht künstlerische Interventionen die verschiedenen sichtbaren und unsichtbaren Facetten des Golzheimer Friedhofs. 

Die eingeladenen Künstler*innen reagierten auf unterschiedliche Art – musikalisch, partizipatorisch oder inszenatorisch – auf die sichtbaren, aber auch verborgenen Facetten, die den Ort auszeichnen und machten dadurch die Diversität von Ritualen und kulturellen Unterschieden sichtbar. Darüber hinaus thematisierten die künstlerischen Interventionen Übergänge sowie Veränderungen und spiegelten damit die heutige Vielschichtigkeit des öffentlich zugänglichen Areals wider.

Weitere Bilder und Informationen finden Sie auf der Website unserer Projektpartner von 701 e. V.

THRESHOLDS

Performancefestival auf dem Golzheimer Friedhof

Kuratiert von:
Dr. Nadia Ismail
Schirmherrschaft:
Oberbürgermeister Thomas Geisel 
Begrüßung: 
Dr. Michael Leistikow, 701 e.V.                           
Bürgermeister Friedrich G. Conzen 
Grußwort:   
Dr. Jutta von Zitzewitz, Stiftung Deutsche Bestatterkultur 
Dr. Dieter Sawalies, Verein „Der Golzheimer Friedhof soll leben“
Einführung:
Dr. Nadia Ismail, Kuratorin

Künstler*innenliste

Ella CB
Lisa Dreykluft
Ingke Günther + Jörg Wagner
Tomas Kleiner + Marco Biermann
Phonoschrank – Rüdiger Wenk
Studio Beisel – Kajetan Skurski + Laurenz Raschke
Thomas Zipp
Performative Installation: Jonathan Auth, Alexandro Böhme, Andreas Jonak, Paula Knaps Loos, Anna Maria Schkrob